10. Dezember 2018 – Jahresrückblick Sekundarschule Mivumoni

Im Januar 2018 begann zum dritten Mal ein Schuljahr an der Sekundarschule in Mivumoni. Rund fünfzig neue Schülerinnen haben in der ersten Klasse begonnen,so dass nun zusammen mit der zweiten und dritten Klasse bereits gegen 150 Schülerinnen in der Sekundarschule der Schwestern in Mivumoni ausgebildet werden. Die neuen Schülerinnen wurden gut und schnell integriert, so dass die Stimmung an der Schule weiterhin familiär ist und zum Lernen und Mitgestalten anregt.

Nicht nur die Schülerzahlen machen grosse Freude, sondern auch die Leistungen der Schülerinnen. Im zweiten Schuljahr werden landesweite Examen durchgeführt. Die meisten Schülerinnen aus Mivumoni haben die Prüfungen sehr gut abgeschlossen und die Schule steht landesweit hervorragend da. Dies macht insbesondere die Schulleiterin, Sister Asinta, besonders stolz, war sie doch bei der Planung und der Realisierung mass geblich beteiligt und führt die Schule seit Beginn mit viel Geschick aber auch mit der nötigen Strenge.

Sister Asinta kann auf ein tolles Lehrerteam zählen. Es unterrichten sowohl Mitschwestern wie auch nicht-geweihte Lehrpersonen, die alle Ihre Aufgabe mit viel Herzblut verrichten. An dieser Stelle sei allen Lehrpersonen nochmals ein grosses «Asante sana» gewidmet!

Obwohl bereits in Betrieb, war die Schule noch nicht offiziell eröffnet worden. Zu Beginn dieses Jahres war es nun aber soweit und die Schule wurde mit einer farbenfrohen und festlichen Eröffnungsfeier eingeweiht. Die vielen nationalen und regionalen PolitikerInnen, die Eltern der Schülerinnen sowie die Leute aus dem Dorf und der Umgebung sorgten zusammen mit den Schwestern und der Delegation aus der Schweiz für eine bunte Festgemeinde. Anthony Banzi, Bischof von Tanga, weite die Schule in einem fröhlichen Gottesdienst ein, bei dem auch Christian Kelter, Diakon der Pfarrei Heilig Geist Hünenberg, mit zelebrieren durfte. Danach folgte der Festakt mit vielen Reden und unterhaltsamen Darbietungen der Schülerinnen und der Theatergruppe sowie einem Festessen für alle! Es war ein grosser Tag für Mivumoni und die Sekundarschule insbesondere für die Schwestern, die Lehrpersonen und Schülerinnen, die diesen Tag so festlich und herzlich gestaltet hatten. Asante sana!

Die steigende Schülerzahl verlangt zusätzliche Schulräume. Diesen Sommer wurden zwei Gebäude mit je zwei Schulzimmer fertiggestellt und kurze Zeit später auch mit dem nötigen Mobiliar ausgerüstet. Die Bauweise ist einfach, aber praktisch und passend zum Gesamtkonzept.

Im nächsten Jahr beginnt wiederum eine neue erste Klasse und zum ersten Mal wird eine vierte Klasse an Sekundarschule in Mivumoni abschliessen. Die Schwestern und die Lehrpersonen werden mit ihren didaktischen Fähigkeiten die Schülerinnen bestmöglich darauf vorbereiten, so dass die Schule im nationalen Vergleich hoffentlich wieder sehr gut abschliessen wird und die Absolventinnen in ihre berufliche Ausbildung übergehen können.

Wir danken allen für Ihr Interesse an der Arbeit der Schwestern in Tansania und für Ihre grosszügige und treue Unterstützung. Asante sana!

2. Dezember 2018 – Update Sekundarschule Mivumoni

Im November war Richard zu Besuch bei den Schwestern in Tansania. Dabei besuchte er auch die Sekundarschule in Mivumoni. Dort konnte er den weiteren Fortschritt beim Aufbau, insbesondere der zwei neuen Schulgebäuden, miterleben und für uns in einigen Bildern festhalten.

13. Januar 2018 – Einweihung der Sekundarschule

Tunafuraha sana!!!

Wir freuen uns sehr, denn am 13. Januar wurde die Sekundarschule für Mädchen in Mivumoni offiziell eingeweiht. Seit fünf Jahren wurde kontinuierlich am Aufbau der Schule gearbeitet und bereits seit zwei Jahren werden dort Mädchen aus unterschiedlichen Regionen Tansanias ausgebildet. Nun war es endlich an der Zeit, die Schule mit einem grossen Fest, auf das sich alle – die Schwestern, die Lehrpersonen, die Schülerinnen, ja das ganze Dorf und natürlich auch wir – gefreut haben, einzuweihen. Es wurde ein Freudentag!

Die Vorbereitungen auf das grosse Fest

Die Schwestern, Lehrpersonen und Schülerinnen scheuten keinen Aufwand, um ein farbenfrohes Fest für die geladenen Gäste und die Leute vom Dorf und der Umgebung vorzubereiten. Es wurde geprobt, dekoriert, geputzt, gerüstet, gekocht und dazu viel gelacht, denn die Vorfreude auf dieses Fest war bei allen spürbar. Man wollte sich von seiner besten Seite zeigen, wurden doch hohe Amtsträger aus Politik und Kirche zur Einweihungsfeier erwartet. Eine kleine Delegation aus der Schweiz bestehend aus Richard Balmer, Christian Kelter, Michael Schuler, André Ruckli und Philipp Bieri vertrat die Schweiz und somit alle die zur Entstehung dieser Schule beigetragen haben.

Der feierliche Gottesdienst mit Bischof Anthony Banzi

Der Gottesdienst fand in der für diesen speziellen Tag umfunktionierten Mensa statt. Der Bischof von Tanga, Anthony Banzi, höchstpersönlich zelebrierte die Messe und spendete den bischöflichen Segen zur Einweihung der Schule. Es war eine grosse Ehre und ein schönes Zeichen für die völkerübergreifende Verbundenheit von uns Christen, dass neben zahlreichen einheimischen Priestern, auch Christian Kelter, unser Diakon der Pfarrei Hünenberg, an der Feier mitzelebrieren konnte. Der Gottesdienst lebte durch den beschwingten Gesang des Schülerchors und die lebensfrohe afrikanische Art einen Gottesdienst zu feiern. Nach dem Eröffnungsgebet zog der Bischof mit seinem Gefolge aus und segnete wortwörtlich jeden Raum der Schule mit Weihwasser. So dauerte der Gottesdienst über zwei Stunden und doch war jede Minute mit grosser Freude erfüllt.

Die farbenfrohe Einweihungsfeier

Nach dem Gottesdienst bewegte man sich in Richtung Festplatz, wo die offizielle Einweihungsfeier stattfand. Dort warteten bereits die weltlichen Würdenträger (nationale und regionale Politiker), alle geladenen Gäste, Freunde und Bekannte der Schwestern und das ganze Dorf. Schlussendlich waren über 600 Personen anwesend! Am Festakt, der von Sister Asinta minuziös vorbereitet wurde, wechselten sich lange Reden der Politiker mit kurzweiligen Darbietungen der Schülerinnen und der Tanz- und Theatergruppe ab. Die längste Rede des Distriktsvorstehers, in der er die anwesenden Politiker zum Spenden für die Schule aufrief, dauerte eine Stunde. Auch wir durften einige Worte an die versammelte Festgesellschaft richten. Philipp unterstrich in seiner Rede die grosse Wichtigkeit der Bildung, die zum Fortschritt der Gesellschaft und dem Erhalt des Friedens unabdingbar ist. Christian fügte hinzu, dass Gott in unserem Leben präsent sein möchte und uns in unserem Wirken unterstützt und trägt. Zum Abschluss überreichte Richard den Schwestern als Dank und Symbol für die gute Zusammenarbeit eine Schweizer Bahnhofsuhr. Schlussendlich wurde die Schule mit dem Durchschneiden eines Bandes offiziell eröffnet.

Das Festessen und der Freudentanz

Gegen den Hunger und Durst, der während des Festakts beträchtlich anwuchs, hatten die Schwestern vorgesorgt und so durften alle sich mit einem leckeren Festessen stärken. Wer aber gedacht hatte, danach würden alle satt und zufrieden nach Hause gehen, der hat sich mächtig getäuscht. Denn danach machte sich das DJ Team ans Mischpult und heizte den Leuten mächtig ein, so dass noch lange getanzt und gefeiert wurde.

Das grosse Dankeschön

Es war ein grossartiges Fest, das uns allen noch lange in bester Erinnerung bleiben wird! Es gehören sich einige Dankesworte zum Schluss.

  • Wir danken allen politischen und kirchlichen Würdenträger für die Unterstützung und die Wertschätzung der Arbeit der Schwestern in Mivumoni.
  • Wir danken allen Gästen und Freunden der Schwestern für das zahlreiche Erscheinen und Mitfeiern an der Einweihung der Sekundarschule in Mivumoni.
  • Wir danken den Schwestern, insbesondere Schwester Asinta, für die Vorbereitungen im Voraus und für die Durchführung dieser schönen Einweihungsfeier!
  • Wir danken den Schülerinnen und den Lehrpersonen für ihr frohes und vielseitiges Mitwirken bei der Einweihungsfeier.
  • Wir danken an dieser Stelle allen Gönnerinnen und Gönner aus der Schweiz, die mit ihren Spenden das Kwanza Projekt ermöglicht haben!

Asante sana!

Thank you!

Vielen Dank!

1. September 2017 – Reisebericht von Vreny und Richi

Im Juli reisten Vreny und Richi gemeinsam nach Tansania. Dabei nahmen sie sich viel Zeit die Schwestern auf den einzelnen Stationen zu besuchen. Sie haben für uns einige Eindrücke und Erlebnisse ihrer Reise aufgeschrieben.

Land

Einmal mehr sind wir dorthin aufgebrochen, wo wir so gerne sind! Tanzania – Land und Leute sind uns schon sehr vertraut. Gewohnte Bilder und Gegebenheiten würden uns fehlen, gäbe es sie nicht oder nicht mehr. Auf allen Stationen der Maua Schwestern sind wir mit einem grossen KARIBU auf das Herzlichste aufgenommen. Wir fühlen uns heimisch und geniessen es sehr!

Die aussergewöhnliche Trockenheit der letzten Jahre haben das Land in ein sattes, üppiges Grün gewandelt, das ALLEN guttut! Menschen und Tiere erholen sich von einer sehr kargen Zeit.

Die diesjährige massive Regenzeit geht langsam dem Ende zu. Wir erleben gerade die Mais- und Reisernte. Es wird eine gute Ernte in diesem Jahr geben!

Woher nur nehmen die Menschen in Afrika die Kraft – ohne Gewähr auf gutes Gelingen immer wieder von neuem zu beginnen, klimatische Rückschläge und Not zu ertragen und zu überleben? Was zuletzt stirbt ist ihr unsägliches Vertrauen in die eigene Kraft und die Fröhlichkeit in all ihrem Tun!

Begegnungen

Wir sind diesmal ohne grosses Reiseprogramm und Gruppenerwartungen da. Wir haben viel Zeit! Unsere Kenntnisse in Suahli sind für uns der Schlüssel zur Nähe der Bevölkerung. Dies ist ein grosses Geschenk am einfachen Leben teilhaben zu dürfen. Sorgen, Freuden, Erfolge zu teilen und Lösungen zu suchen, immer mehr verstehen zu können – einfach richtig da zu sein.

Kwanza Projekt

Wir sind beeindruckt wieviel in der Zwischenzeit bereits entstanden ist. Der Endausbau unter der Bauleitung von Sr. Catherin geht zügig voran. Die finanziellen Zusicherungen lässt sie wieder gut schlafen. Langjährige, verlässliche Fundi (Handwerker) stehen ihr zur Seite. Auch Frauen und kräftige Männer vom Dorf sind dankbar für jede Arbeitsmöglichkeit.

Dieses Ausbildungszentrum wird in Zukunft eine grosse Ausstrahlung auf die Bevölkerung haben. Für den Nachwuchs der Schwesterngemeinschaft bedeutet es gleichzeitig für vielfältige Aufgaben gesorgt zu haben. Darauf sind die Schwestern stolz und dankbar!

In die fertigen Gebäude ist inzwischen Leben eingekehrt! Schülerinnen aus unterschiedlichen Gegenden, mit unterschiedlichen Religionen und Ethnien ergeben eine bunte und fröhliche Schar. Zum straffen Stundenplan kommen auch praktische Arbeiten im Garten und auf den Felder dazu. Hausdienst und verschiedene «Ämtlis» sind ihr Beitrag für Ordnung, Ruhe und eine gute Grundlage für den Schulalltag!

15. April 2017 – Ostergrüsse aus Tansania

Habari mzuri ya Pasaka!

Zu Ostern erreichen uns gute Neuigkeiten aus Tansania! Der Regen fiel in diesem Jahr reichlich, so dass das angepflanzte Gemüse und Getreide der Leute gut gewachsen ist. Nach der Missernte vom vergangenen Jahr sieht es nach einer guten Ernte aus. Die Schwestern freuen sich über das Heranwachsen im Garten und auf den Feldern. Leider bleibt an anderen Orten Afrikas der Regen seit langem weg, so dass in Somalia, im Südsudan und in Nigeria die Menschen unter der schlimmste Dürre seit 60 Jahren leiden. Helfen (z.B. via die Glückskette) und hoffen wir, dass die katastrophale Hungersnot möglichst bald abgewendet werden kann!

An Ostern haben die Schwestern jeweils fiel zu tun, denn zusätzlich zu den intensiven täglichen Arbeiten kommen die Vorbereitungen aufs Osterfest hinzu. Trotzdem nehmen sich die Schwestern die Zeit, uns von den neusten Entwicklungen in Mivumoni zu berichten. Das Kwanza Projekt schreitet erfreulich voran. Die Sekundarschule zählt nun bereits zwei Klassen. Die Schwestern bedanken sich bei allen, die das Kwanza Projekt in letzter Zeit wiederum grosszügig unterstützt haben! Asante sana!

Heri na baraka kwa Pasaka!

Sekundarschule

Wie die Pflanzen im Garten, so gedeiht auch die Sekundarschule! Im Januar, wenn in Tansania jeweils das neue Schuljahr beginnt, ist der zweite Kurs gestartet. Sowohl die erste (form 1) wie auch die zweite Sekundarstufe (form 2) zählen rund 35 Schülerinnen. Somit leben bereits über 70 Schülerinnen im Internat und werden von den Schwestern unterrichtet und versorgt.

Erste Sekundarstufe (form 1 students)

Zweite Sekundarstufe (form 2 students)

Aufgrund der wachsenden Schülerzahl sind die Schwestern sehr froh, dass die zusätzlichen Klassenzimmern rechtzeitig fertig gestellt wurden. Ebenfalls bald bezugsbereit sind die Laboratorien, in denen die Schülerinnen in den Fächer Biologie, Chemie und Physik unterrichtet werden. Zurzeit wird gerade das Gebäude errichtet, in das dereinst die Administration und die Lehrer einziehen werden. Der Schulcampus nimmt nicht nur Form an, sondern er lebt bereits!

St. Mary’s Vocational Training Center

Auch auf der anderen Seite der Strasse, im St. Mary’s Vocational Training Center, wird fleissig unterrichtet und gelernt. Schwester Rosemary hat die Leitung der Schule von Schwester Evetha, die diesen Job während vielen Jahren mit viel Leidenschaft, Hingabe und Geschickt gemacht hat, übernommen. Wir danken Sister Evetha für ihre wertvolle Arbeit und wünschen Schwester Rosemary gutes Gelingen!

30. Dezember 2016 – Hünenberger zu Besuch in Mivumoni

Dass Tansania nicht die Schweiz ist, sondern – ohne zu werten – anders, aber nicht minder bewundernswert und eindrücklich ist, haben wir sechs Hünenberger diesen Herbst erfahren, als uns unser Freund und Bekannter Richard Balmer einlud, mit ihm dieses einmalige Land im Osten Afrikas zu besuchen. Nebst dem Besuch der Naturschönheiten, die dieses Land mit seinen Naturreservaten und dem Kilimanjaro, dem höchsten Berg dieses Kontinents, einmalig macht, stand für uns der Besuch in Mivumoni und die Begegnung mit den Schwestern und den Schülerinnen im Zentrum unserer Reise. Was afrikanische Gastfreundschaft und Herzlichkeit bedeutet, durften wir vom Moment unseres Eintreffens bis zu unserem Abschied erfahren. Das gemeinsame Gespräch in englischer Sprache am gemeinsamen Tisch mit den Schwestern, die Begegnung mit den Schülerinnen, sei es in der Schule oder im lebendig gestalteten afrikanischen Gottesdienst, die Spaziergänge im wunderbaren Gemüsegarten, in dem von Richard angepflanzten Baumgarten oder auf dem Landwirtschaftsbetrieb, all das hat uns nachhaltig beeindruckt. Dabei konnten wir auch feststellen, dass das Spendengeld aus der Schweiz ohne Einschränkung vor Ort seine volle Wirkung erzielt.
Der zweiwöchige Besuch in Tansania hat zweifelsohne bei uns Spuren hinterlassen. Dabei durften wir uns daran mitfreuen, was in Mivumoni entstanden ist. Wir haben auf der Reise aber auch die grosse Armut vieler Menschen gesehen. Ich denke an die Wasserknappheit, die mit einer monatelangen Trockenheit und Hitze verbunden ist. Bei unseren Gesprächen haben wir erfahren, wie Frauen – allen voran Witwen -, ethnische Minderheiten oder Behinderte benachteiligt sind. Und wenn wir uns die Geschichte und die Gegenwart dieses Landes vor Augen führten, so konnten wir hautnah spüren, wie die frühere Kolonialisierung, der Sklaven- und Menschenhandel, aber auch die moderne Ausbeutung durch reiche Länder oder die Korruption ihre Spuren hinterlassen.
Wir sind tief beeindruckt nach unserem Aufenthalt in Tansania nach Hause zurückgekehrt. Was die Schwestern in Mivumoni leisten, löste bei uns grosse Bewunderung und Anerkennung aus. Auch wenn in dieser kurzen Zeit seit der Gründung der Schule viel realisiert worden ist, bleibt in der Zukunft noch manches zu tun. Aber den Samen, den wir mit unserer Hilfe leisten, fällt dank der bewundernswerten Arbeit der Schwestern auf fruchtbaren Boden. Damit der Samen neue Früchte bringt, braucht es Wasser, Nährstoffe und Sonne. Letzteres haben sie in Afrika genug. Für die ersten beiden können wir weiterhin mit unserer Unterstützung einen wertvollen Beitrag leisten.

Peter Bieri, Hünenberg

Besuch in Tansania im Oktober/November 2016: Richard Balmer, Richard Gander, Pierre Hayoz, Alois Rast, Cornel Schuler, Guido Wetli, Peter Bieri

8. Dezember 2016 – 50 Jahre Aussendung der Missionarinnen nach Tansania

Am 8. Dezember 1966 fand im Kloster Gerlisberg ob Luzern die Aussendungsfeier für die drei Schwestern, Immaculata Haas, Maria Theresia Wiederkehr (genannt Mai Tere) und Maria Paula Schmidlin, statt. Somit sind genau fünzig Jahre vergangen seit die drei Schwestern sich auf eine lange Reise aufmachten, um in Tansania eine neue Klostergemeinschaft zu gründen. Was dereinst in Maua am Fusse des Kilimanjaro seinen Anfang nahm, ist unterdessen zu einer Gemeinschaft von über hundert einheimischen Schwestern gewachsen, die an verschieden Orten des Landes Schulen und soziale Einrichtungen leiten. Der grosse Mut, die unermüdliche Willenskraft und das tiefe Vertrauen in Gott, welche die drei Missionarin in sich hatten, ist bewundernswert und verdient grossen Respekt und Dank. Es ist ihr grosser Verdienst, dass die Klostergemeinschaft auf guten Boden aufgebaut wurde und ihr gutes Werk trägt noch immer reichlich Frucht.

Um der Aussendung der drei Missionarinnen zu gedenken, findet am Donnerstag, den 8. Dezember im Kloster Gerlisberg um 10.00 Uhr ein Festgottesdienst statt. Sie sind all herzlich eingeladen! Karibu sana!

Die drei Schwestern, Immaculata Haas, Maria Paula Schmidlin und Maria Theresia Wiederkehr (Schwestern mit den weissen Hauben von links nach rechts) auf dem Dampfer, der sie nach Afrika brachte.

18. September 2016 – Rückblick Aktionstag „Zug für Afrika“

Am 27./28. August 2016 haben sich der Rotary Club ,,Zug – Zugersee“ und elf Zuger Organisationen, welche in verschiedenen Ländern Afrikas in unterschiedlichen Projekten engagiert sind, zusammengeschlossen und führten eine Neuauflage des Anlasses „ZUG für AFRIKA“ in der einzigartigen Kulisse des Schlossparks St. Andreas in Cham durch.

Am Sonntag erlebten viele Besucher bei prächtigem Wetter den ökumenischen Gottesdienst und liessen sich von den Gedanken, Gebeten und dem afrikanischen Gesang berühren. Dass vier Schwestern von Maua Tansania anwesend waren, war für uns eine grosse Freude. Spontan sangen sie das Schlusslied in Suaheli und überraschten mit ihrem Gesang.

Mit zehn weiteren Organisationen erhielten auch wir eine Plattform, uns mit einem Infostand für das Kwanza Projekt zu präsentieren. Ein unvergesslicher Anlass bleibt uns in Erinnerung. Viele herzliche Begegnungen, regen Austausch und grosses Interesse an den wirksamen Projekten in Afrika setzten ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität. Gemeinsam schöpften wir neu Kraft und Motivation für unser weiteres Engagement.

Asante sana

dass wir in der Öffentlichkeit Verständnis für unser Projekt vermitteln durften,

Asante sana

für jede tatkräftige Unterstützung für diesen gelungenen Tag!

Als kleines Dankeschön gaben wir unseren Besucher ein kleines Muster sonnengetrockneter Karkade-Blüten reich an Vitamin C und Mineralien für Tee mit auf den Weg.

28. August 2016 – Aktionstag „Zug für Afrika“

Bald ist es soweit! Am Sonntag den 28. August 2016 findet der Aktionstag “Zug für Afrika” im Schlosspark St. Andreas in Cham statt. In diesem wunderschönen Ambiente des Schlossparkes, welcher an diesem Tag für die gesamte Bevölkerung zugänglich ist, präsentieren sich Zuger NGOs, welche in unterschiedlichen Formen in Afrika tätig sind. Dabei haben Gross und Klein die Möglichkeit mit der Lebensfreude und der Vielfalt Afrikas in Berührung zu kommen. Das Kwanza Projekt ist erstmals auch mit dabei! Zu unserer grossen Freude können auch die vier afrikanischen Schwestern, die zur Zeit gerade im Kloster Gerlisberg auf Besuch sind, ebenfalls am Aktionstag teilnehmen.

Es würde uns freuen Sie an unserem Stand anzutreffen. Karibu sana!

05. Juli 2016 – Habari ya Mivumoni

Im Mai war es wieder soweit und ich machte mich für einen weiteren Arbeitsbesuch auf nach Tansania. Auf dieser Reise wurde ich von Philip G. und Ursi S. begleitet, die mich während der ganzen Zeit tatkräftig unterstützt haben (Asante sana!). Die Vorfreude war gross, sollte doch nach langer Bauzeit die Schule und die Kantine in Betrieb sein. Erstmals konnte ich mir ein Bild von der neuen Sekundarschule machen. Was sich sonst noch alles in Mivumoni verändert hat und was noch genau gleich ist, erfahren Sie in meinem kurzen Reisebericht.


Unser Aufenthalt in Tansania war ausgefüllt mit verschiedensten Arbeitseinsätzen. Doch bevor wir mit der Arbeit loslegen konnten, wurden wir von allen Sisters, den Sekundar- und Hauswirtschaftsschülerinnen herzlich empfangen.


 

Besonders erfreut war ich zu sehen, wie die Sekundarschule angelaufen ist. In der ersten Klasse haben 45 Schülerinnen gestartet. Im nächsten Jahr wird dann wiederum etwa die gleiche Zahl dazukommen. Die Schule hat die Fachrichtung Landwirtschaft und kann dank dem Stall, den Feldern und dem grossen Garten eine praxisorientierte Ausbildung bieten. Natürlich stehen aber auch Mathe, Sprachen, Naturwissenschaften, Allgemeinbildung und sogar Zeichnen auf dem Stundenplan.


 

Damit die Schülerinnen genügend Früchte zu essen haben, pflanzten wir nebst Bananen und Papaya, 300 neue Orangenbäume. Neben dem Schulgebäude pflanzten wir auch 25 Mangobäume und Passionsfrüchte – ein Geschenk von Philip an die Schule. Der Teak Wald ist teils bereits schon 10 Jahre alt. Ein guter Zeitpunkt den Wald „auszuforsten“. Dabei schneidet man die etwas schwächeren Bäume heraus, damit die anderen besser wachsen können. Die Stämme wurden gleich für die neue Wäscheleine verwendet.

Die Viehzucht floriert bestens – dank dem unermüdlichen Einsatz von Sr. Agnes und den Angestellten. Aktuell zählen die Sisters rund 180 Stück Vieh (Mutterkuhhaltung und Milch).