26. August 2015 – Tim’s Blog

Meine Schüler schreiben gerade einen Test über Word. Das gibt mir die Gelegenheit, endlich meinen zweiten Blogbeitrag zu schreiben. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Das Ende der dritten Woche ist bald da und ich begebe mich nächste Woche leider schon wieder auf die Heimreise. Doch bis es soweit ist, gebe ich noch einmal Vollgas, um den Schülern und Sisters möglichst viel beizubringen.

Mit den Schülern bin ich ein gutes Stück vorwärts gekommen. Langsam verstehen sie den Umgang mit den Laptops und werden immer kreativer. Oft brauchen sie nicht einmal mehr meine Hilfe um neue Funktionen zu finden und manchmal überraschen sie mich mit Dingen, die auch ich noch nicht gekannt habe.

Auch die Sisters machen Fortschritte. Wir treffen uns jeweils nach dem Abendessen in einer kleinen Gruppe und üben fleissig. Manchmal sind auch meine Fähigkeiten am Natel gefragt, denn die Schwestern wollen auch dort „à jour“ sein. Obwohl die Sisters den ganzen Tag durcharbeiten und ich mir nachmittags einen kurzen „nap“ gönne, bin immer ich derjenige, der am schläfrigsten ist.

Dies kommt aber teilweise davon, dass ich jeweils in der Nacht die Computer updaten muss. In der Nacht ist der Internetgebrauch unlimitiert. Darum hatte ich in den letzten Tagen schon einige lange Nächte. Zum Glück haben die Sisters Verständnis, wenn ich am nächsten Morgen nicht immer zum Frühstück erscheine.

Gestern hatten die Schüler den ganzen Tag ihre „Core Subjects“ (Schwerpunktfach) und ich hatte Zeit bei der Arbeit der verschiedenen Schwestern vorbeizuschauen. In der Küche hatte ich geholfen Cobe, eine Art Samosa, zu kochen. In der Dispensary wurde ich kurzer Hand zum Dr. Mzungu (Weisser Mann) und auf dem Feld hantierte ich eher ungeschickt mit der Hacke.

Tim

16. August 2015 – Tim’s Blog

Gespannt, was mich alles erwarten würde, machte ich mich vor einer Woche auf nach Mivumoni zu den Franciscan Sisters. Das Ziel meines Aufenthalts ist es, die Schwestern mit dem Computer „anzufreunden“, denn dieser ist auch in Afrika daran den Alltag zu erobern. Gemeinsam mit Richi, Luki und Philipp haben wir meinen Einsatz geplant und ich freue mich sehr, dass es nun endlich losgeht.

Zwei Tage nach meiner Ankunft reiste ein grosser Teil der Sisters nach Maua, um dort eine neue Oberin für ihre Kongregation zu wählen. Ich durfte kurzfristig deren Unterrichtsstunden übernehmen. Ich unternahm mit den Schülern einen Intensivkurs in Word. Um die Sprachbarriere zwischen den Schülern und mir zu verkleinern, ist mir Lehrer Michael beiseite gestanden.

Am Ende der ersten Woche angelangt, haben wir das Formatieren von Worddateien gelernt, was einen riesigen Fortschritt für die Schüler bedeutet. Viele von ihnen haben zum ersten Mal einen Computer bedient. Die Schülerinnen und Schüler sind sehr begeistert von ihrem erlernten Können und machen extra Stunden, um die vielen Möglichkeiten von Word auszuprobieren.

Jeweils nach dem Abendessen fand ich Zeit einigen der daheimgebliebenen Schwestern Computerunterricht zu geben. Auch sie sind wissbegierig und es braucht nicht einmal meine Überzeugungskraft, um ihr Interesse an der digitalen Welt zu wecken.

Tim

9. August 2015 – Auf ins digitale Zeitalter

Der Computer hat auch in vielen Gebieten Afrikas den Alltag erobert. Beispielsweise ist das Mobilfunknetz in Tansania so gut, dass man auch schon draussen in der Steppe den Massai am Handy sieht. Auch bei den Schwestern wird der Computer immer mehr benützt und für die Schule wurde sogar eine Verbindung ins Internet aufgebaut.

Doch „learning-by-doing“ ist manchmal nicht ganz einfach, vor allem bei so vielen Tasten und Knöpfen, wie es ein Computer hat. Darum freuen wir uns sehr, das Tim aus Hünenberg in den kommenden vier Wochen die Sisters, Lehrer und Schüler sicher ins digitale Zeitalter führen wird. Wir sind gespannt auf seine Berichte.

Bild: Habari gani? Übers Internet lassen sich einfach Neuigkeiten austauschen, wie hier zum Beispiel über Skype.

10. Juli 2015 – Fortschritt beim Kwanza Projekt

Das tansanische Sprichwort  „Haraka haraka haina baraka!“ meint sinngemäss ins Deutsche übersetzt „Eile bringt keinen Segen!“. Diesen Ratschlag befolgt man auch beim Kwanza Projekt. Man sich beim Bau vom Schlaftrack die nötige Zeit genommen (und nicht gelassen). Nach etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit braucht es nun aber nur noch wenige Feinarbeiten bis zur Fertigstellung. Die Wände sind alle komplett gestrichen, die Fenster eingesetzt und die Strom- und Wasserleitungen verlegt. Die Räume für Duschen und WC wurden sauber mit Blatten ausgelegt, was die Reinigung vereinfacht und sich dadurch die Hygiene erheblich erhöht. Noch fehlen aber die Wassertanks auf dem Dach zur Speicherung vom Regenwasser. Die Leiter ist aber schon einmal angestellt…
Auch die Kantine hat schon beinahe ihre endgültige Gestalt angenommen. Auf die imposante Dachkonstruktion aus Holz wurde eine Metallabdeckung verlegt. Diese ist robust und das Dachwasser bleibt sehr sauber, so dass man es im Haushalt einsetzten kann. Nur zieht es hier noch durch alles Fenstern und Türen. Diese werden aber bald eingesetzt. Danach folgt noch der Farbanstrich, so dass der grau Beton den Kontrast zur grünen Umgebung verlieren wird und sich das Gebäude optimal in die Buschlandschaft einschmiegt.

17. Mai 2015 – Schwestern auf Besuch in Hünenberg

Vor zwei Jahren kamen Sister Dona und Sister Redempta für einen längeren Aufenthalt in die Schweiz. Sie leben bei und mit den Schwestern im Kloster Gerlisberg. Sie haben ihre festen Aufgaben innerhalb der Schwesterngemeinschaft, arbeiteten oft im Garten und lernten auch ein wenig Deutsch. Durch diesen Aufenthalt soll die Verbundenheit von den Kapuzinerinnen von Maua mit dem Mutterhaus gestärkt werden.

Sister Dona und Sister Redempta folgten der spontanen Einladung und kamen für einen kurzen Besuch nach Hünenberg.

Schon bald geht’s zurück nach Tansania. Wir wünschen schon jetzt: Safari njema!

4. Mai 2015 – O N L I N E !

Die neue Homepage über die Arbeit der Schwestern und das Kwanza Projekt in Mivumoni (Tansania) ist fertig und geht online!

Wir freuen uns sehr und sagen kurz und einfach …

Herzlich Willkommen!

Karibu sana!

Wellcome!